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Zusammen mit dem neuen Icon eine echte Designkatastrophe…oder hab ich nur einen Knick in der Optik?
Abhilfe verspricht: defaults write com.apple.iTunes full-window -1 (via)

Teachertool hat es in seiner Ausgabe 2.0 als Testversion wieder auf mein iPhone geschafft. Während ich mit der Vorgängerversion nicht warm wurde und daher nie zur Kaufversion gegriffen habe, enthält das Update viel Neues, das einen Kauf rechtfertigen könnte. Notenbäume, verschachtelte Kategorien, die in allen Bereichen vereinfachte Eingabe von Noten, Bemerkungen, Listen usw. sind ein schlagendes Argument. Als Sahnehäubchen der Export der Daten als csv-Datei, die in der Excel- oder Open Office-Vorlage hüsch anzusehende Datenblätter zum Ausdruck liefern.

Ist doch nur Text, oder? Man sollte glauben, dass Word in seiner x-ten Version irgendwann mit längeren Texten zurecht kommt. Ein Blick in diverse Foren und eigene Versuche zeigen, dass das immer noch nicht der Fall ist, selbst wenn man sich nur auf Text beschränkt. Die Fußnoten rutschen durch die Gegend, der Trennstrich zum Haupttext verschwindet und taucht wieder auf. So kurz kann man das Speicherintervall gar nicht setzen, dass man nicht doch Angst vor verlorenem Text haben müsste. Außerdem verliere ich sowohl in einem langen Dokument als auch in mehreren kurzen sofort die Übersicht, was wo steht. Statt zu schreiben formatiert man herum und hängt sich an der Zahl der schon oder nicht geschriebenen Seiten auf.
Letzteres Problem lässt sich mit Hilfe von Scrivener schnell lösen. Es taugt zwar nicht zur Endformatierung (was es auch nicht muss – die Stärken liegen in der übersichtlichen Darstellung von verschiedenen Textteilen in einem Projekt, z.B. als Indexkarten, Outliner, einzeln und nebeneinander), kann aber Fußnoten, die es nach “Compile-Draft” brav in andere Formate hinüber rettet. Die Fußnoten füttert man z.B mit Bookends ein. Der Vorteil liegt darin, dass Bookends mit allen gängigen Textverarbeitungen zusammen arbeitet und man auf Knopfdruck hübsch formatierte Fußnoten und Literaturverzeichnisse erhält.
Jetzt könnte man die Endformatierung mit Word vornehmen, wenn es nicht ab 10 Seiten unkontrolliert abstürzen würde. Ich will gar nicht wissen, was es mit meinen 200 Seiten plus macht. Fußnotenlastige Texte mit Pages sind auch nicht wirklich ein Vergnügen. Also zurück zu einem alten Klassiker, der anstandslos in Windeseile auch das längste Textdokument öffnet – Mellel. Nach etwas Einarbeitung hat man das Zusammenspiel der Format-Sets raus und produziert wohlgesetzte Texte.
Ein Haken hat die Sache leider. Alle Fußnoten sitzen zwar, wo sie sollen, man muss Mellel jedoch explizit bei jeder Literaturangabe innerhalb der Fußnote mitteilen, dass sie eine ist, indem man sie kopiert und in die Bibliographie-Palette einfügt (dann taucht sie in der Literaturstellenliste auf). Sonst funktioniert die Umwandlung vom Bookends-Kurzformat in das endgültige Format der Literaturangabe (der jeweiligen Zitierregel folgend) und damit auch die Aufnahme in das automatisch generierte Literaturverzeichnis nicht. Diese doppelte Arbeit kann man sich laut aller Foren anscheinend nicht ersparen. Immerhin habe ich gelernt, wie man verhindert, dass nach der jeweiligen Literaturangabe ein Punkt erzeugt wird, was unter Umständen nervt, sobald in einer Fußnote mehrere Literaturangaben in einem Satz auftauchen: Im Bookends-Kurzformat ersetzt man “@” zwischen der ID des Eintrags und der zitierten Seitenzahl mit “\”. Das vorläufige Endergebnis sieht dann nicht so aus {Wolf, 2002, #24710@16}, sondern so {Wolf, 2002, #24710\16}. Danach kann der Scan des Dokuments erfolgen.

Obwohl ich ein großer Fan von Datensammelprogrammen wie Devonthink Pro Office oder der GTD-Software Omnifocus bin, muss ich eingestehen, dass beide wegen ihrer Mächtigkeit eine gewisse Einarbeitungszeit verlangen. Will man nur schnell etwas Text oder eine Liste von simplen Aufgaben festhalten, erscheint der Aufwand übertrieben. Das geht auch anders, folgt man dem allgegenwärtigen Minimaltrend, vertreten durch Minimal Mac und co. In der Konsequenz sieht das Ergebnis so aus, wie Douglas Barone beschreibt: Unter Verwendung von SimpleText schaltet man Taskpaper und Taskpaper for iPhone, wenn man will Notational Velocity, zusammen. Heraus kommt eine sehr elegante Lösung um reine Textdateien und Aufgaben auf sämtlichen Macs und iPhone ultraschnell zu synchronisieren. Wer Writeroom besitzt, kann auch dieses in die Futterkette einklinken. Die iPhone-Apps verweisen dabei auf simpletext.ws, Taskpaper/Notational Velocity auf ~/user/SimpleText. Hat man in den Einstellungen von Notational Velocity statt einer Datenbank das Speichern in einzelne Textdateien ausgewählt (eh Vorbedingung für die Synchronisation mit Simple Text), bekommt man auch die Taskpaper-Dateien zu sehen, genauso wie auf dem iPhone in Taskpaper und Writeroom sämtliche Einträge von Notational Velocity auftauchen. Alle Einträge können also von allen Programmen gelesen und weiterverarbeitet werden.

Aus gegebenem Anlass brauchte ich ein ordentliches Mindmap-Programm. Sonst stückele ich sowas irgendwie zusammen. Diese Mindmap sollte sehr umfangreich werden, ein- und ausgeklappt werden können und Links enthalten. Für MindManager 8 wären da mal eben über 200€ anzulegen, der kocht dann wahrscheinlich auch Kaffee! Ich habe mich für Mindnode Pro entschieden, das sich wohltuend auf die Basics beschränkt. Die Links waren in der exportierten PDF klickbar, als RTF oder html-Datei erhält man Bullet-Listen. Für 19.95$ kann man es auf Haupt- und Nebenmac installieren.

Wer glaubt, die BBC kann nur Dr. Who, sollte dringends einen Blick auf die diversen Radioprogramme werfen, vor allem den Wortsender BBC4, der den Deutschlandfunk doch ziemlich nass macht. Hoch interessant klingt das neue Projekt “A History of the World“, das ab 18. Januar das ganze Jahr in Zusammenarbeit mit britischen Museen die Weltgeschichte anhand von Objekten aufrollen wird.

BBC Radio 4 – A History Of The World In 100 Objects
From 18 January 2010 at 9.45-10.00am (repeated at 7.45pm and 12.30am).

Wenn das nicht ein Grund ist, Programme wie Snowtape, Radio Gaga usw. anzuwerfen!