Ich bin gespannt, was mir auf Dauer besser gefällt – NetNewsWire oder das minimalistische Fever. Mit der Hilfe von Fluid geht Fever nicht in meinen Safari-Tabs unter. An NNW bin ich seit Jahren gewöhnt, daher fühlt sich jeder andere Reader zuerst seltsam an. Dafür muss ein neuer Workflow für das übliche flaggen, clippings anlegen, Webseite in NNW rechts ablegen her.
Von wegen “minor upgrade”… NetNewsWire 3.2 Beta sieht, abgesehen von dem überflüssigen Werbefenster und dem neuen Icon, zwar aus wie eh und je, dafür fällt der Sync per Newsgator, ftp etc. ersatzlos weg und wird durch den Google Reader ersetzt. Die Clippings sind da, aber doch nicht und finden sich unter ~/Library/Application Support/NetNewsWire/ExportedClippings/, bis den Entwicklern einfällt, wie sie mit Google Reader verbunden werden können. Die flagged items sind wenigstens noch dort, wo sie hingehören.
Im Grunde macht sich NNW so zur reinen Oberflächenaufhübschung für Leute wie mich, die den Google Reader im Web optisch nicht so toll finden. Braucht man NNW überhaupt noch? Muss man Google alle Feeds ausliefern? Macht Fever auf dem eigenen Webspace nicht genauso Sinn (es kostet halt)?
Noch nicht lange im Feed Reader und schon ein täglicher Leckerbissen: Minimal Mac. Ein Traum für (nicht nur) Minimalisten, die dem Mac jeglichen überflüssigen Tand austreiben wollen (ein schönes Beispiel liefert z.B. Rafael). Nur die völlig leeren Schreibtische überzeugen mich nicht. Das gelingt wohl nur Leuten, die ihre gesamte Arbeit mit Mac und Internet erledigen können.
Wo ich gerade dabei bin: Auch OmniFocus “erinnert” jetzt, aber nicht per push notification, sondern über Einträge in den Kalender. War mir noch gar nicht klar. Auf jeden Fall hat sich über die Vor- und Nachteile dieser Vorgehensweisen eine interessante Diskussion bei TUAW ergeben, bei der auch die OmniFocus-Macher mitmischen.
Update: Eine ausführliche Anleitung, wie die Erinnerungsfunktion auf dem iPhone aktiviert werden kann, findet sich im OmniFocus-Forum.
So ein Firmenblog ist natürlich hauptsächlich dazu da Werbung für eigene Produkte zu machen. Aber wenn dabei gute Ideen für die Nutzer des Produktes herausspringen kann man ja ein Auge zudrücken. In diesem Fall organisiert Linda ihre Fahrt zu einer Konferenz mit Hilfe von OmniFocus und stellt statt den üblichen Aufgaben alle wichtigen Reisedetails ein. Versehen mit Sinn machenden Kontexten hat sie alle wichtigen Details sofort im Blick. Nichts neues, kann man völlig anders machen oder einfach doof finden. Aber für mich eine Bestätigung, warum sich OmniFocus bei mir zur Zeit gegen ähnliche Programme durchgesetzt hat (und die iPhone-Version ist auch nicht mehr so kreuzlahm).
Als Kundin und Buchfreak, die sich durchaus vorstellen könnte, irgendwann ein Gerät wie Amazons Kindle (z.B. für Fachbücher) zu erwerben, geht es mir eiskalt den Rücken hinunter, wenn ich lese, wie Amazon erworbene Bücher auf den Geräten der Kunden löscht. Passenderweise Orwells 1984 und Animal Farm. Egal, ob das Geld zurückerstattet wird oder nicht. Wäre es nicht so unglaublich bequem und einfach noch die exotischsten Bücher über dieses Unternehmen zu bestellen… ihr dürft den Satz selbst beenden. Auch nachzulesen bei Engadget.