Bücher digitalisieren

Kerstin am 14.06.2009

Selten habe ich unsere Bücherberge so verflucht wie bei unserem Umzug. Laut Spediteur typisch für Rechtsanwälte, Steuerberater und Lehrer. Wahrscheinlich waren 200 der 250 Kisten mit Büchern gefüllt. Die alle wieder anschau- und nutzbar unterzubringen ist ein Vorhaben, das noch nicht wirklich zu Ende ist. Da fragt man sich schon, warum man sich so einen Klotz ans Bein bindet. Eigentlich dürfen wir auch keine neuen mehr kaufen, wenn nicht wieder überall Regale stehen sollen.
Eine wirklich radikale Lösung, die jedem echten Bücherfreund kalte Schauer verschaffen könnte, ist der Vorschlag, die Heimbibliothek zu digitalisieren. Vor allem die Art und Weise wie (nein, nicht alle erneut in digitalisierter Form erwerben): Einbände ablösen, in einzelne Seiten aufschneiden und dann durch den Scansnap schieben! Und ab dann wird vorzugsweise mit dem iPhone gelesen.
Vielleicht wäre ein Mittelweg Erfolg versprechender. Arbeitsbücher auf einen e-Reader und den Rest weiter ins Regal.

Bisher 5 Kommentare:

  1. 14.06.2009Andre says:

    Die Idee endlich diesen Haufen Papier wegzuschaffen finde ich grundsätzlich nicht schlecht. Schade nur dass in so manches Buch viel Zeit und Aufwand gesteckt wurde, um es auch optisch/haptisch ansprechend für den Leser zu gestalten. Das verliert man durch die Digitalisierung komplett.

  2. 16.06.2009Guennersen says:

    Haptisch! Bücher muss ich in der Hand halten. Ich träume allerdings immer noch davon, alle Arbeitsblätter etc. zu digitalisieren. Allerdings ist mir so ein Speed-Scanner, wie ihr ihn habt, noch zu teuer für den Luxus.

  3. 16.06.2009Kerstin says:

    Ich will auch meine Bücher anfassen, ich könnte mir nicht vorstellen, sie zu zerschneiden.
    Wir digitalisieren mittlerweile andere Materialien. Alte Arbeitsblätter wurden einem Update unterzogen und existieren eh in digitaler Form.

  4. 16.06.2009Thorsten says:

    Bücher möchte ich auch auf Papier, daneben aber so manches Nachschlagewekr eben auch in digitaler Form handlich dabei haben. Aber meine Regale scannen und dann die Papierbücher entsorgen, no way.

    Arbeitsblätter habe ich auch in digitaler Form (sofern so erstellt), ansonsten (bin auch noch “alte Schule” mit Schere und Kleber) habe ich auch Ordnersysteme und Hängemappen voll mit “Bildung”.

    Aber bei http://www.grundschulmaterial.de bin ich auch im Abo (mit meiner Frau zusammen Klassen 1-4), ständig erweitert und online verfügbar. Okay, kostet für alle Klassen knapp einen Fünfziger im Jahr, das ist es uns aber wert. Und bevor ich mein Abo mal kündige, werfe ich einen Webkopierer an :-)

  5. 25.12.2009Chris says:

    Ich lese seit Jahren nun digital. Zuerst auf dem Palm, dann Nokia S60 und nun auf dem iPhone (mein Tipp: Goodreader).

    Ich möchte meine Bücher immer und überall mit dabei haben. Leide sind die Preise für ebooks teilweise regelrecht unverschämt; ich zahle doch nicht mehr als für die Papierform. Daher geht es leider nicht ganz ohne den analogen “Ballast”. Der verstaubt aber zunehmend im Regal oder wandert in den Keller.

    Der o.g. Beitrag spiegelt MEINE persönliche Einstellung wider.

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