10/28/2008
Eigentlich halte ich solche Sprüche wie “Bloggen ist so 2004″ für ziemliches Gewäsch. Vielmehr ist Bloggen ein Aspekt des für manche ausgelatschten, für andere noch gar nicht wahrgenommenen Web 2.0. Verändert hat es eine Menge, folgt man Tobias Moorstedt in “Jeffersons Erben. Wie die digitalen Medien die Politik verändern.” Er stellt unter anderem die These auf, dass Obama ohne das Internet nie so weit gekommen wäre; außerdem empfiehlt er das Buch zu lesen und gleichzeitig die erwähnten Seiten, Blogs und YouTube-Videos aufzurufen. Ich habe jedenfalls noch nie so viel Zeit online für einen Wahlkampf verschwendet wie diesen Herbst. Natürlich nicht auf der Aktivistenseite, aber es ist schon sehr auffällig, wie lange es dauert, bis bestimmte Nachrichten in die Printmedien gelangen, ob und was überhaupt. Ich erinnere mich an das erste Wochenende, als Sarah P. die politische Landschaft unsicher machte und ich fasziniert verfolgte, wie immer neue Gerüchte durch das Internet waberten um schließlich etablierte Neuigkeitskanäle zu erreichen. Kandidaten werden binnen weniger Stunden zu Hoffnungsträgern gemacht und auch wieder zerstört dank Blogs, YouTube und co. Nichts bleibt unbemerkt, nichts wird vergessen.
10/28/2008
Bei apfelquak gab es den Hinweis auf das lame duck-Angebot bei Code Weavers, also CrossOver einen Tag lang umsonst. Die Webseite ist natürlich völlig überlastet, sodass man an die Software erst herankommt, sobald die normale Seite wieder zu sehen ist. Aber endlich ist W. zu irgendetwas gut…
Update: Der Andrang ist so groß, dass CrossOver wie CrossOver Games als unlocked-Versionen heruntergeladen werden können.
10/24/2008
Der coole Nerd/Honk bloggt nicht mehr, sondern tummelt sich bei Twitter, flickr oder facebook, meint Wired. Und warum? Weil man mit so langem Geschreibsel auf keiner Hitliste landet oder bei Google in die oberen Etagen rutscht. Vollprofis hauen jeden Tag Dutzende Artikel raus, unsereiner kann da angeblich gerade noch bei den 140 Zeichen mithalten.
10/21/2008
Bei Thorsten gab es letztens eine interessante Diskussion, bei der es unter anderem auch um Sinn und Unsinn von in Mengen abonnierter Feeds ging. Die Meinungen gehen stark auseinander bei diesem Thema.
Ich lese gerne viele Feeds aus unterschiedlichen Bereichen (Apple, Tech allgemein, Politik, Nachrichten, Photographie, Literatur, Musik), die Blogs/Feeds stammen von Leuten wie du und ich, den üblichen Verdächtigen aus der Macwelt, aber auch von großen nationalen und internationalen Zeitungen. Ich besuche auch viele Seiten direkt, wenn mich ein Thema gerade besonders interessiert, wie z.B. der US-Wahlkampf. Habe ich wenig Zeit, scanne ich den Inhalt nur oberflächlich, flagge und schiebe Postings zu denClippings. Super Wichtiges landet in DEVONthink-Datenbanken. Dank NetNewsWire/Newsgator habe ich auf allen Macs/dem iPhone Zugang zu Feeds und Clippings. Obwohl ich eine überzeugte (Papier-)Zeitungsleserin und ausdauernde Buchkäuferin bin, schätze ich Feeds sehr und bin immer wieder überrascht, wie wenige Menschen meines Bekanntenkreises RSS nützen.
Aber wahrscheinlich muss man sich nicht wundern angesichts der Meldung bei lifehacker, dass in den letzten drei Jahren die Nutzung gerade mal von 2 auf 11% gestiegen ist. Und von den übrigen 89 % scheinen nur 17% daran interessiert zu sein, sich damit auseinandersetzen zu wollen.
…most don’t understand how RSS is relevant to their lives and the way they seek information…
So nebulös diese Aussage ist – liegt es an der Technik, der potentiellen Zeitverschwendung oder an etwas anderem?
10/20/2008
Angesichts des günstigen Arbeitsspeichers bei unimall habe ich meinem iMac einen Speicherausbau von 2 auf 4 GB gegönnt. Heute morgen angekommen und gleich eingebaut, bis jetzt keine Probleme. Nach einer Testphase würde ich die alten verkaufen. Wer also Interesse an zwei 1 GB-Riegel hat (ihr wisst bestimmt, wo man die noch so einsetzen könnte), kann sich gerne bei mir melden.
Update: Die Riegel haben einen neuen, zukünftigen Besitzer (Frank) gefunden.
10/19/2008
Trotz der vielen Arbeit auf dem Schreibtisch hat es bei Sonnenschein zu einem weiteren Herbstspaziergang gereicht. Mal sehen, was nächstes Wochenende von der Blätterpracht noch übrig ist.